Eine heiße Geschichte – Die Vulkane der Osteifel    

Eifelvulkanismus verstehen und erleben

Mit gewaltigen Ausbrüchen schufen die Vulkane der Eifel, zuletzt durch den gewaltigen Laacher-See-Ausbruch vor 13.000 Jahren, Deutschlands jüngste Landschaft aus Feuer, glühender Lava und Asche. Noch heute zeugen zahlreiche Schlackenkegel, Maare, meterdicke Tuff- und Bimswände sowie erkaltete Lavaströme von dieser Zeit. Die zahlreichen Bergwerke, Stollen und Steinbrüche der Eifel dokumentieren eindrucksvoll das Leben der Menschen von und mit den Vulkanen. Nicht nur auf Hawaii und am Ätna in Italien erforschen Wissenschaftler die Welt des Vulkanismus sondern auch direkt vor unserer Haustür, hier in der Eifel.

Der Vulkanpark im Kreis Mayen-Koblenz präsentiert den Besuchern den ruhende Vulkanismus der Eifel, die Vulkanausbrüche der Vergangenheit sowie das Leben der Menschen mit und von den Vulkanen und erlaubt so einen Einblick in eine faszinierende Welt. Hier kann man Vulkanismus erleben und verstehen. Mit seinem Infozentrum Rauschermühle in Plaidt, dem Römerbergwerk Meurin bei Kretz, der berühmten Wingertsbergwand bei Mendig, dem bekannten Felsenkellern in Mendig sowie 15 weiteren Projekten macht der Vulkanpark den Eifelvulkanismus, die Entstehung der Landschaft sowie die Nutzung von Lava, Bims und Tuff von der Römerzeit bis heute erlebbar. Jedes Vulkanpark-Projekt und die damit verbunden Thematik des Vulkanismus wurde durch Infopfade und Rundwege mit modern gestalteten und didaktisch aufbereiteten Infotafeln erschlossen. Eine "Vulkanpark-Karte", vier ausgeschilderte Routen und zahlreiche Straßenschilder führen den Besucher durch den Vulkanpark.

Vulkanpark Infozentrum, das Eingangstor zum Vulkanpark

Ein Highlight des Parks ist das Vulkanpark-Infozentrum Rauschermühle in Plaidt/Saffig, das Eingangstor zum Vulkanpark. Unter modernen museumsdidaktischen Aspekten präsentieren die Wissenschaftler hier Eifelvulkanismus in allgemeinverständlicher Form. Der Besucher kann Vulkanismus sehen und hören, erleben und erlernen.

Ein 25minütiger Film mit eindrucksvollen Filmmaterial und Computeranimationen erzählt die Geschichte der vulkanischen Entstehung der Eifel. Großfotos, ausgesuchte Exponate sowie Computer-Infoterminals bieten dem Besucher wissenswertes zum Thema Vulkanismus und dem Leben der Menschen mit dem vulkanischen Gestein seit 2000 Jahren in Wort, Bild und Animation. Im Infozentrum erhält der Besucher alle Informationen, Karten und Tourenvorschläge für eine erlebnisreiche Vulkanparktour.

Gruppen und Schulklassen können hier, bei Voranmeldung, wissenschaftlich geschulte Vulkanparkführer für das Infozentrum, das Römerbergwerk und alle weiteren Vulkanparkprojekte buchen.

2000jährige Bergbaugeschichte vulkanischen Ursprungs

Ein weiteres Highlight ist das Römerbergwerk Meurin, der größte römische Untertage-Tuffsteinabbau nördlich der Alpen. Die hier seit über 2000 Jahren abgebaute, mehrer Meter mächtige Tuffschicht stammt aus der gewaltigen Explosion des Laacher-See-Vulkans. In einer imposante Symbiose von moderner Architektur und einem 2000 Jahre alten römischen Bergwerk entführen die Archäologen des Vulkanparks den Besucher in die Welt des mühevollen Untertageabbaus zu römischer Zeit. Große Leuchtbilder geben Einblick in die Art und Weise das römischen Tuffabbaus.

19 Projekte erschließen dem Besucher den Eifelvulkanismus          

Zahlreiche weitere für den Besucher erschlossene Natur- und Kulturdenkmäler wie die 50 m hohe Wingertsbergwand, die den Vulkanologen die Geschichte des Laacher-See-Ausbruchs erzählt; der Eppelsberg, der den Aufbau eines Schlackenkegels sichtbar und verständlich macht; das Mayener Grubenfeld als Zentrum der römischen Mühlsteinherstellung aus Basaltlava oder die Ettringer Lay, ein Basaltlava-Steinbruch des 19. und 20. Jahrhunderts mit Grubenkränen und Gebäuderesten und die Mendiger Felsenkeller, ein Untertage-Basaltlava Abbruch mit imposanten Gewölben machen den Besuch des Vulkanparks zu einem Erlebnis. Insgesamt wurden bis heute 19 Projekte von der Vulkanparkforschungsstelle mit Lehr- und Infopfaden populärwissenschaftlich erschlossen und bieten dem Besucher so an Ort und Stelle alles Wissenswerte leichverständlich in Wort und Bild.